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Anwendung

Bei der Behandlung wird die BlowFixx Edelstahlsonde mit der abgerundeten Rohrspitze etwa 10 - 15 cm tief in die Scheide des zu behandelten Tieres eingeführt. Durch das Atemventil wird Atemluft in die Scheide eingepustet. Sobald das Tier den Rücken durchdrückt, reicht die eingebrachte Menge an Atemluft meist aus. Das Rind begibt sich in diesem Moment praktisch in die gleiche Körperhaltung, die es auch bei rektalen Untersuchungen des Tierarztes einnimmt.

 

Die benötigte Menge an eingepusteter Luft kann jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich sein, das gilt auch für die Verweildauer der Luft im Tier. Meist reichen 2 – 3 tiefe Atemzüge aus, genügend Luft in die Scheide einzubringen, die dann etwa für 5 – 8 Min. im Genitaltrakt des Rindes verbleibt. Durch das Aufpusten des Rindes wird eine Oxytocinausschüttung ausgelöst, die auch zur Kontraktion der Gebärmutter führt. Je nachdem wie schnell diese Kontraktion einsetzt wird die Luft wieder früher oder später aus der Scheide ausgepresst. Daher kann es nötig sein, den Vorgang u. U. zu wiederholen. Keine Sorge muss man davor haben, zu viel Luft einzupusten. Sobald der Gentialtrakt mit Luft gefüllt ist, verlässt sie den Bereich seitlich am BlowFixx vorbei wieder nach außen. Um die gewünschten Effekte zu erzielen reicht es i.d.R. aus, die Methode etwa 1 – 3 Tage, also 2 – 6 Melkvorgänge anzuwenden.

 

Wenn auch mit hoher Wahrscheinlichkeit beim Einsatz des BlowFixx die zu erwarteten Effekte der Oxytocinausschüttung sowie der Ruhigstellung bzw. Schlagminderung eintreten, kann nicht zu 100% garantiert werden, dass es ausnahmslos bei jedem Tier funktioniert. Doch in vielen Fällen kann durch die Benutzung des BlowFixx auf die Injektion von synthetisch hergestelltem Oxytocin oder Beruhigungsmitteln verzichtet werden.

 

Beim mehrmaligen Einsatz zum Zweck der Ruhigstellung können Gewöhnungseffekte auftreten. Daher ist bei allen Tieren immer die Reaktion abzuwarten, bevor man das Tier anfasst. Treten die erwünschten Effekte nicht ein, muss der Vorgang u. U. wiederholt, oder ein anderes Werkzeug zur Tierfixierung eingesetzt werden.

 

Einsatzempfehlungen Milchviehhaltung / Mutterkuhhaltung:

  • Bei Jung- und Altkühen, die stressbedingt an Milchabgabebestörungen leiden.

  • Jung- und Altkühe, die ohne ersichtlichen Grund ausschlagen und dabei sich selbst, die Technik und das Melkpersonal gefährden.

  • Bei Jung- und Altkühen, die nach dem Abkalben Schwierigkeiten haben das eigene Kalb zu akzeptieren. Nach dem Aufpusten des Rindes kann man i.d.R. das Kalb zum Saugen heranführen oder ggf. Kolostrum abmelken.

  • Bei Jung- und Altkühen, die an einer Mastitis erkrankt sind. Der natürliche Oxytocinschub ausgelöst durch das Aufblasen der Kuh führt zu einem höheren Ausmelkgrad des erkrankten Euters, der Heilungsprozess wird dadurch angeregt.

  • Bei Jung- und Altkühen nach der Geburt, um die Kontraktion und somit den natürlichen Reinigungsprozess der Gebärmutter zu unterstützen.

  • Beim Einmelken in neue Melkroboter- oder konventionelle Melkanlagen.

  • Bei Euterbehandlungen von Kühen und Jungrindern nach Zitzenverletzungen, Einführen von Zitzenkanülen und von Euterinjektoren zur Immobilisierung des Tieres.

  • Beim Anlegen oder Abnehmen von Fesselbändern vor/nach dem Melken.

  • Ferner ist denkbar, Färsen etwa 12 bis 8 Wochen vor der Kalbung mit einem Zitzenversiegler zu behandeln. Die Tiere sind i.d.R. ruhig gestellt und akzeptieren das Anfassen ihres jungfräulichen Euters. Erste Erfahrungen dazu sind vielversprechend.

 

Wichtig!

Beim Einsatz zu Immobilisationszwecken ist zu beachten, dass die Tiere zusätzlich in einem Behandlungsstand oder ähnlicher Fixiereinrichtung fixiert werden. Nicht zu vergessen ist, das Aufpusten von laktierenden Kühen darf nur mit einem unmittelbar folgenden Melkvorgang (oder Saugvorgang in der Mutterkuhhaltung) oder direkt nach dem Melken erfolgen, da bedingt durch den Oxytocinreiz ein umgehender Milcheinschuss ins Euter erfolgt.